Was uns wichtig ist

Eine Reihe grundlegender Annahmen über den Wert und die Würde menschlichen Lebens prägen unsere sozialtherapeutische Arbeit auf Hof Sondern. Sie haben ihre Wurzeln in anthroposophischen und humanistischen Therapieansätzen.

Die Achtung und Wertschätzung des Einzelnen, seiner ureigenen Individualität, ganz unabhängig von Gesundheit und Krankheit, ist leitendes, zentrales Motiv für unser Handeln.

Ein Mensch, der an einer psychischen Erkrankung leidet, wird von daher nicht einfach als ein zu behandelnder „Fall“ von uns betrachtet. Wir sehen ihn als einzigartigen Menschen, dessen ureigene Ausdrucks- und Selbstverwirklichungsqualitäten durch die Erkrankung eingeschränkt sind. Beeinträchtigungen äußern sich in unterschiedlichen Bereichen wie Denken, Wahrnehmung, Emotionalität und auf der Handlungsebene. Diese Störungen sind für uns als Unterstützer als existentielle Beeinträchtigungen sehr ernst zu nehmen und erfordern vielfältige unterschiedliche therapeutische Angebote.

Eine Therapie/Begleitung, die den Menschen in seiner Ganzheit ansprechen will, richtet ihren Blick auf den Menschen als eine Persönlichkeit, der eine natürliche Leuchtkraft, Schönheit und Einzigartigkeit innewohnt.

Diese Persönlichkeit gilt es in ihren freien unverletzten Anteilen wahrzunehmen und sie zu unterstützen, sich durch alle Beeinträchtigungen hindurch zunehmend wieder selbst in Freiheit ausdrücken und entwickeln zu können.

Unser Unterstützungsverständnis wird zudem geprägt von der folgenden Erfahrung: Individuelle Existenz ist immer zugleich Koexistenz! In diesem Sinne bemühen wir uns, eine mitmenschliche und zugleich fachkompetente Begleitung des psychisch erkrankten Menschen zu realisieren – damit in Dialog und Beziehung der eigene Weg wieder sichtbar, wieder gangbar wird!